Schwerbehindertenrecht, Grad der Behinderung und Schwerbehindertenausweis

Mit dem Grad der Behinderung und insbesondere mit der Zuerkennung eines Schwerbehindertenausweises sind zahlreiche Vorteile verbunden, im Arbeitsrecht etwa ein besonderer Kündigungsschutz, zusätzliche Urlaubstage pro Kalenderjahr, im Rentenrecht z. B.  die Möglichkeit, vorzeitig in Altersrente für schwerbehinderte Menschen zu gehen.

Dreh- und Angelpunkt im Schwerbehindertenrecht ist der Grad der Behinderung, ein  Maßstab für die vorhandenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen und die hieraus resultierenden Beeinträchtigungen der Teilhabefähigkeit am Leben in der Gesellschaft.

Um einen Schwerbehindertenausweis zu erhalten, benötigen Sie zumindest einen Grad der Behinderung von insgesamt 50.

Die Bewertung von gesundheitlichen Beeinträchtigungen anhand der maßgeblichen Richtlinien, den sogenannten versorgungsmedizinischen Grundsätzen, kann mit zahlreichen  Problemen verbunden sein. Die versorgungsmedizinischen Grundsätze sind zum einen nicht vollständig und auch für diejenigen Erkrankungen, die namentlich aufgeführt sind,  wird häufig  je nach Schweregrad ein unterschiedlicher Grad der Behinderung ausgewiesen. Es ist zwangsläufig, dass demgemäß  im Hinblick auf die Einschätzung der Schwere der Befunde und demzufolge der hieraus resultierenden Grade der Behinderung  häufig unterschiedliche Auffassungen  zwischen Antragsteller und Versorgungsverwaltung bestehen.

Es ist nicht immer ganz einfach, fachkundige Unterstützung bei der Beantragung eines Schwerbehindertenausweises oder Durchsetzung der Anerkennung der Schwerbehinderung zu erhalten! 

Die hier  gelisteten Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte helfen Ihnen zuverlässig bei der Erlangung einer korrekten Einstufung Ihres Grades der Behinderung, und zwar bereits von Anfang an. Das beginnt im Zweifel mit einer Beratung im Vorfeld eines Antrags auf Schwerbehinderung oder etwa auch eines Merkzeichens, Unterstützung im Antragsverfahren, der Vertretung Ihrer Interessen  im Widerspruchsverfahren und gegebenenfalls  dann auch in den Verfahren vor Sozialgericht, Landessozialgericht und wenn erforderlich  auch Bundessozialgericht.

Natürlich besteht das Sozialrecht nicht nur aus dem Schwerbehindertenrecht, sondern auch zahlreichen weiteren Gebieten, mit welchen sich die hier gelisteten Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte ebenfalls beschäftigen. Sehen Sie einfach mal auf der Seite – Anwaltssuche – nach. Wer als Anwalt Verfahren aus dem Schwerbehindertenrecht bearbeitet, kennt sich meist auch in den anderen Bereichen des Sozialrechts aus und kann Ihnen weiterhelfen. Die Suchbegriffe auf der Seite Anwaltssuche beschränken sich daher nicht nur auf das Schwerbehindertenrecht, sondern beinhalten auch typische Gebiete und Problemlagen aus den anderen Bereichen des Sozialrechts, insbesondere Arbeitslosenversicherung,  Arbeitslosengeld II (Hartz IV), Krankenversicherung, Rentenversicherung (insbesondere auch Erwerbsminderungsrente) sowie Unfallversicherung.

Nachteilsausgleiche für
Schwerbehinderte Menschen

SCHWERBEHINDERUNG UND MOBILITÄT

MERKZEICHEN G

Das Leben in (meist) vollen Zügen und Bussen genießen: Merkzeichen G.
Mit der Zuerkennung des Mekzeichens G sind einige Vorteile hinsichtlich der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel verbunden, wenngleich es da noch Luft nach oben hin gibt, vor allem beim Fernverkehr.

Unentgeltliche Beförderung schwerbehinderter Menschen
im öffentlichen Personenverkehr

Unentgeltlich zu befördern sind im Nahverkehr:
Schwerbehinderte Menschen (GdB wenigstens 50), die infolge ihrer Behinderung in ihrer Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr erheblich beeinträchtigt (Merkzeichen G) oder hilflos (Merkzeichen H) oder gehörlos (Merkzeichen GI) sind.

Die Freifahrtberechtigung erstreckt sich auf folgende Beförderungsmittel im Bundesgebiet (in Eisenbahnen und SBahnen nur in der 2. Wagenklasse):
- Straßenbahnen und Omnibusse
- S-Bahnen
- Eisenbahnen, die ganz oder teilweise in einen Verkehrsverbund mit anderen Verkehrsmitteln (z.B. Straßenbahnen, Omnibusse, Kraft- und Wasserfahrzeuge im Linienverkehr) mit einheitlichen oder verbundenen Beförderungsentgelten einbezogen sind.
- Eisenbahnen des Bundes in Zügen des Nahverkehrs; bei zuschlagspflichtigen Zügen ist der tarifmäßige Zuschlag zu entrichten.
- sonstige Eisenbahnen des öffentlichen Verkehrs (z.B. nichtbundeseigene Bahnlinien)
- Wasserfahrzeuge im Linien, Fähr- und Übersetzverkehr (nur im Inland).

Unentgeltlich zu befördern sind im Nah- und Fernverkehr:
eine Begleitperson eines schwerbehinderten Menschen, sofern eine Berechtigung zur Mitnahme der Begleitperson besteht und dies im Ausweis des schwerbehinderten Menschen eingetragen ist und das Handgepäck, ein mitgeführter Rollstuhl, soweit die Beschaffenheit des Verkehrsmittels dies zulässt, sonstige orthopädische Hilfsmittel und ein Führhund oder Behindertenbegleithund.

Alternativ zur unentgeltlichen Beförderung:

Halbierung der KFZ-Steuer. Beachten Sie: Beides zusammen geht nach dem Willen des Gesetzgebers nicht.

Wichtig: Das Merkzeichen G berechtigt nicht zur Benutzung der Schwerbehinderten-Parkplätze.

MERKZEICHEN aG

Die Voraussetzungen für die Zuerkennung des Merkzeichens aG sind extrem hoch. Sie benötigen hierfür eine mobilitätsbezogene Teilhabebeeinträchtigung, die mindestens einem GdB von 80 entspricht.

Der Gesetzeswortlaut (§229 III SGB 9):

Schwerbehinderte Menschen mit außergewöhnlicher Gehbehinderung sind Personen mit einer erheblichen mobilitätsbezogenen Teilhabebeeinträchtigung, die einem Grad der Behinderung von mindestens 80 entspricht. 

Eine erhebliche mobilitätsbezogene Teilhabebeeinträchtigung liegt vor, wenn sich die schwerbehinderten Menschen wegen der Schwere ihrer Beeinträchtigung dauernd nur mit fremder Hilfe oder mit großer Anstrengung außerhalb ihres Kraftfahrzeuges bewegen können. 

Hierzu zählen insbesondere schwerbehinderte Menschen, die auf Grund der Beeinträchtigung der Gehfähigkeit und Fortbewegung – dauerhaft auch für sehr kurze Entfernungen – aus medizinischer Notwendigkeit auf die Verwendung eines Rollstuhls angewiesen sind. 

Verschiedenste Gesundheitsstörungen (insbesondere Störungen bewegungsbezogener, neuromuskulärer oder mentaler Funktionen, Störungen des kardiovaskulären oder Atmungssystems) können die Gehfähigkeit erheblich beeinträchtigen.

Diese sind als außergewöhnliche Gehbehinderung anzusehen, wenn nach versorgungsärztlicher Feststellung die Auswirkung der Gesundheitsstörungen sowie deren Kombination auf die Gehfähigkeit dauerhaft so schwer ist, dass sie der unter Satz 1 genannten Beeinträchtigung gleich kommt.

Merkzeichen aG

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